Beeren-Kompott vorbereiten: Die Beeren mit der Hälfte des Erythritols und dem Zitronensaft in einem kleinen Topf bei mittlerer Hitze 4–5 Minuten köcheln lassen, bis sich eine sirupartige Konsistenz ergibt. Anschließend vom Herd nehmen und auf Raumtemperatur abkühlen lassen – keinesfalls heiß zur Quarkcreme geben, da Temperaturen über 40 °C die Quarkproteine (vorwiegend Casein) denaturieren und die Creme körnig werden lassen.
Xanthan aktivieren: Das Xanthan-Gum mit 2 EL des Erythritols trocken vermischen. Diese Trockenmischung langsam in den Skyr einrühren, bis keine Klümpchen mehr erkennbar sind. Xanthan bindet Wasser und verhindert die Synerese – das unerwünschte Austreten von Molke – in der fertigen Creme.
Mikro-Belüftung der Quarkcreme: Den Magerquark in eine gekühlte Rührschüssel geben. Das eiskalte Mineralwasser in einem dünnen Strahl zugießen, während mit einem Handmixer auf höchster Stufe 90 Sekunden aufgeschlagen wird. Die gelöste CO₂ bildet dabei Mikrobläschen in der Proteinmatrix, die das Volumen um 20–30 % erhöhen und ein cremiges Mundgefühl erzeugen, ohne einen einzigen Tropfen Sahne oder Fett hinzuzufügen. Skyr-Xanthan-Mischung, Vanille und restliches Erythritol unterfalten.
Schichten und Kühlen: Je 2 EL des abgekühlten Beeren-Kompotts in Dessertgläser füllen. Die aufgeschlagene Quarkcreme darüber verteilen. Mit frischen Beeren und Minze garnieren. Mindestens 30 Minuten kalt stellen, damit das Xanthan vollständig quillt und die Struktur stabilisiert.
Servieren: Direkt aus dem Kühlschrank servieren. Die Creme sollte eine matte, gleichmäßige Oberfläche ohne Wasseraustritt aufweisen – ein Zeichen gelungener Emulgierung und Stabilisierung.